Der nackte POet

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06
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Herr Glück und seine Idee
06.02.2014 09:53

Herr Glück und seine Idee

„Platsch“ machte es und es spritzte gar fürchterlich – das Wasser aus der Pfütze. Hoch und mitten ins Gesicht von Herrn Glück, der gerade seines Weges kam.
Herr Glück blieb stehen, fuchtelte wütend mit seinem Spazierstock in der Luft herum, so als wollte er sagen „Nicht mit mir, nicht mit mir.“ Gedacht mag er es wohl haben. Herr Glück wischte sich mit der Hand, in der er den Spazierstock hielt, die Schlammspuren aus seinem Gesicht und wandte sich dann der Pfütze zu. Darin lag ein dickes Buch. Und auf dem dicken Buch, das da irgendwie in die Pfütze gelangt war, stand „Idee“.
Herr Glück stupste das Buch mit der Aufschrift „Idee“ leicht und vorsichtig mit seinem Stock an.  Schob die Spitze unter den Buchdeckel und versuchte ihn anzuheben, nur um zu sehen, was denn dieses Buch sollte und woher es vielleicht käme, oder welcher Sauhund ihm das Buch da vor die Nase in die Pfütze geworfen hat, wo gleich das Wasser so spritze, das er jetzt ganz bestimmt zu Hause sich die Haare waschen und kämmen musste und seiner Frau sagen musste, daß ihm da ein Buch vor die Füße direkt in die Pfütze gefallen sei, weswegen er nun so dreckig nach Hause käme – in seinem hellen  Sonntagsanzug.
Seine Frau würde natürlich herumkeifen, und das Geschirr und die Töpfe würden klappern und überhaupt wäre es mit der Ruhe aus.
Herr Glück schob das Buch noch ein wenig hin und her und gelangweilt und in Gedanken an klappernde Töpfe ließ er es letztendlich in der Pfütze liegen und ging kopfschüttelnd seiner Wege.
 

(c)2014 Der nackte Poet aka Alexander

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